WURZELBEHANDLUNG

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WURZELBEHANDLUNG UNSER KÖNNEN UND WISSEN FÜR DIE GESUNDHEIT IHRER ZÄHNE

Unter Endodontie oder Endodontologie versteht man einen Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich schwerpunktmäßig mit Erkrankungen des Pulpa-Dentin-Komplexes und des periapikalen Gewebes beschäftigt. Dieses sind unter anderem akute oder chronische Entzündungen des Zahnmarkes (Blut- und Lymphgefäße, Nerven und Bindegewebe) oder des Zahnhalteapparates (Parodontium) als Folge einer endodontischen Erkrankung. Die Ursachen für die Entzündung des Zahnmarks (Pulpitis) sind vielfältig.

Meist besteht zunächst ein kariöser Defekt, der als Eintrittspforte für Krankheitserreger dient und nicht unbedingt Schmerzen verursacht. Aber auch eine Zahnfraktur oder ein Behandlungstrauma, zum Beispiel durch das Beschleifen für eine Zahnkrone, kann zu einer Pulpitis führen, die akut äußerst schmerzhaft sein kann. In vielen Fällen verläuft die Entzündung der Pulpa auch fast schmerzfrei. Das Zahnmark stirbt dann ab und die Keime breiten sich im System der Wurzelkanäle aus. Der Körper kann außerhalb des Zahnes mit einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis apicalis) reagieren. Diese stellt eine Abwehrreaktion des Immunsystems dar. Eine Parodontitis apicalis kann in einer akuten oder einer chronischen Form vorliegen. Die akute Form ist oft mit Schmerzen verbunden, sie kann unter Umständen röntgenologisch nur schwer verifiziert werden, während eine chronische Parodontitis apicalis bei einer Auflösung der Knochenstruktur im Bereich der Wurzelspitze im Röntgenbild gut sichtbar sein kann.

WURZELBEHANDLUNG TERMIN UNTER:
04606 – 95200
Öffnungszeiten
Mo-Do 8:00 bis 20:00
Fr 08:00 – 15:00

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AUSGANGSSITUATION

Eine Wurzelbehandlung wird im Regelfall bei zwei verschiedenen Ausgangssituationen durchgeführt: Der Zahn ist noch am Leben (vital) und der Nerv ist irreversibel geschädigt: Es wird eine Vitalexstirpation durchgeführt. Nach einer Betäubung wird der Zahn mit einem Spanngummi (Kofferdam) gegenüber den Keimen der Mundhöhle isoliert, damit das Zahnmark steril (keimfrei) behandelt werden kann. Die Pulpa wird entfernt und das System der Wurzelkanäle gereinigt (aufbereitet). Dieses geschieht Chemo/mechanisch durch rotierende Nickel Titan Feilen und einer aktiven Ultraschallspülung, die frequent wiederholt wird.

Eine Wurzelbehandlung wird im Regelfall bei zwei verschiedenen Ausgangssituationen durchgeführt: Der Zahn ist noch am Leben (vital) Der Zahn ist bereits tot (devital) und Keime sind eingedrungen: Auch hier wird der Zahn mit einem Spanngummi isoliert, da auch hier das Ziel der Behandlung in der Entfernung der Keime aus dem Zahninneren besteht. Nach der Eröffnung des Zahnes reinigen wir das System der Wurzelkanäle. Auch hierbei geschieht dieses Chemo/mechanisch durch rotierende Nickel Titan Feilen und einer aktiven Ultraschallspülung, die frequent wiederholt wird. Nach erfolgter Aufbereitung wird das Kanalsystem mit PACT (Photo aktivierte Therapie) weiter gereinigt. Dabei wird der Zahn mit Toloniumchlorid gefüllt. Nach kurzer Einwirkzeit (1-1,5 min..) wird das Toloniumchlorid durch ein Licht im Laserbereich aktiviert. Dieses tötet ca. 99,99 % der vorhandenen Bakterien. Als letztes erfolgt die eigentliche Wurzelfüllung und ein absolut bakteriendichter Verschluss durch eine adhäsive Aufbaufüllung.

Bei der Behandlung kommt in unserer Praxis ein OP-Mikroskop zum Einsatz, um kleinste Strukturen zu erkennen.

Bei der Behandlung kommt in unserer Praxis ein OP-Mikroskop zum Einsatz, um kleinste Strukturen zu erkennen. Konnte man bislang mit Fug und Recht sagen, dass ein wurzelgefüllter Zahn nur in 50-60 % mittelfristig zu erhalten ist und darüber hinaus eine Beherdung für den Körper darstellen kann, so gibt es inzwischen die Möglichkeit, Wurzelfüllungen herzustellen, die einen Zahn langfristig erhalten und zu dem eine Herdwirkung verhindern. Ohne Frage gehört zu solch einer hochwertigen Wurzelfüllung ein erheblicher apparativer und zeitlicher Aufwand.

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KEIMREDUKTION

Erkrankungen der Wurzelkanäle sind fast immer auf die Aktivität von Bakterien zurückzuführen. Diese befallen das Zahninnere und lösen dort schmerzhafte Wurzelentzündungen aus. Um diese Bakterien möglichst effektiv zu beseitigen, führen wir im Rahmen der Wurzelkanalbehandlung die so genannte antibakterielle photodynamische Therapie durch. Bei diesem Verfahren werden die Keime um bis zu 99,99% reduziert und das vollkommen schmerzlos.

DAS VERFAHREN

In den seltensten Fällen finden wir im Zahninnern die anatomischen Nachdem Ihre Wurzelkanäle aufbereitet und gereinigt wurden wird ein photodynamisches, das heißt durch Licht aktiviertes, Medikament in Ihre Kanäle gegeben. Das Material haftet sich an jedes Bakterium innerhalb der Einwirkzeit von einer Minute. Mit einem Niedrigenergielaser wird das photodynamische Medikament anschließend aktiviert. Dabei entsteht ein besonders reaktiver Sauerstoff, der die Keime abtötet. Die Wurzelkanäle sind anschließend annähernd keimfrei.

FREI VON NEBENWIRKUNGEN

Da sich der stark reaktive Sauerstoff sehr schnell verflüchtigt, sind keinerlei Nebenwirkungen der Behandlung zu erwarten. Auch ist das Verfahren an sich völlig schmerzfrei. Zur Wirksamkeit der Methode liegen sehr vielversprechende Ergebnisse vor. Jedoch sind von den großen Forschungszentren noch keine aussagekräftigen Forschungsprojekte durchgeführt worden. In der Praxis erleben wir sehr gute Erfahrungen mit diesem Verfahren . So konnten wir eine Erfolgsquote von nahezu hundert Prozent erreichen. Während die herkömmliche Behandlung mit einer Heilungswahrscheinlichkeit zwischen fünfundsiebzig und maximal achtzig Prozent anzusiedeln ist.

VORTEIL DER PHOTODYNAMISCHEN KEIMREDUKTION

Bei der herkömmlichen Wurzelkanalbehandlung werden die Kanäle aufbereitet und von entzündlichem und nekrotischem Material befreit. Als Zusatzleistungen sind außerdem die Längenmessung und die so genannten elektrophysikalischen Methoden denkbar. Letztere stellen eine oberflächliche Keimreduktion durch den Einsatz von Wechselspülungen oder von Ultraschallinstrumenten dar. Bei der konventionellen Wurzelkanalbehandlung können wir aber keine Keimfreiheit gewährleisten. Hingegen tötet die photodynamische Therapie die Mikroorganismen im Zahninnern wirksam ab und beugt so der Gefahr einer Reinfektion vor. Das Verfahren erhöht also deutlich die Erfolgschancen einer Wurzelkanalbehandlung.

VORTEIL REVISION EINER WURZELKANALBEHANDLUNG

Häufig stellen sich Patienten vor, die noch Jahre nach einer Wurzelkanalbehandlung nicht beschwerdefrei sind. Hier müssen wir eine Revision durchführen. Der Zahn wird eröffnet und das vorhandene Füllmaterial entfernt. Glasfaserstifte finden in der Behandlung immer mehr Zuspruch. Dabei sind diese zahnfarben und extrem schwer von der eigenen Zahnsubstanz zu erkennen. Der Einsatz des Mikroskops stellt das Stiftmaterial deutlich dar und ermöglicht so dessen Entfernung. Auch bei der Beseitigung abgebrochener Instrumente ist das Dentale Mikroskop unverzichtbar.

KOSTENÜBERNAHME

Die Kosten für diese Therapie übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht. Sie stellen eine reine Privatleistung dar. Auch ist noch nicht abschließend geklärt, ob private Erstattungsstellen die Kosten für diese Behandlung übernehmen. Gern erläutern wir Ihnen das Verfahren in einem persönlichen Gespräch näher. Sprechen Sie uns an!

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DAS DENTALE MIKROSKOP

Der Erfolg einer Wurzelkanalbehandlung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Sichtverhältnissen. Daher kommt in unserer Praxis grundsätzlich das Dentale Mikroskop zum Einsatz; vor allem bei der Behandlung von Wurzelkanälen. Denn moderne Geräte ermöglichen eine vergrößerte Darstellung um das dreiundzwanzig bis dreißigfache. Auch findet die Behandlung unter optimaler Beleuchtung statt, sodass perfekte Bedingungen für das Auffinden der Strukturen vorliegen.

ENDODONTIE – DIE BESONDEREN HERAUSFORDERUNGEN

Warum das dentale Mikroskop? In den seltensten Fällen finden wir im Zahninnern die anatomischen Strukturen aus dem Lehrbuch vor. Daher erläutern wir Ihnen gern einige besondere Schwierigkeiten, die sich bei der Wurzelkanalbehandlung ergeben können und die der Unterstützung durch ein Mikroskop bedürfen:

GEKRÜMMTE (OBLITERIERTE) WURZELKANÄLE

Selten sind die Kanalverläufe regelmäßig. Die Kanäle sind gekrümmt oder weisen im unteren Bereich der Zahnwurzel eine Abknickung auf. Dadurch lässt sich mit bloßem Auge schwer bestimmen, ob die Instrumente bis zum Apex, also zur Wurzelspitze, vorgedrungen sind. Indem es die vorhandenen Strukturen stark vergrößert, unterstützt uns das Mikroskop dabei. Denn nur wenn wir die Kanäle bis zur Wurzelspitze aufbereiten, besteht auch eine reelle Chance, den Zahn zu erhalten. Auch bei der Füllung der Kanäle ist es wichtig, den Apex perfekt darzustellen. So wird eine nicht ausreichende oder überlange Füllung der Wurzelkanäle vermieden.

GEDENTIKEL

Dentikel sind kleine Kalkknötchen, die sich in Pulpanähe bilden und eine Wurzelkanalbehandlung erheblich beeinträchtigen können. Sie sind oft schwer von der „echten“ Zahnsaubstanz zu unterscheiden und müssen daher besonders gut dargestellt werden, um sie zu entfernen und eventuell dentikeleigene Kanäle von den zahneigenen Kanälen zu unterscheiden.

WURZELKANALBEHANDLUNG

Häufig stellen sich Patienten vor, die noch Jahre nach einer Wurzelkanalbehandlung nicht beschwerdefrei sind. Daher muss hier eine Revision durchgeführt werden. Der Zahn wird eröffnet und das vorhandene Füllmaterial entfernt. Glasfaserstifte finden in der Behandlung immer mehr Zuspruch. Denn sie sind zahnfarben und extrem schwer von der eigenen Zahnsubstanz zu erkennen. Der Einsatz des Mikroskops stellt das Stiftmaterial deutlich dar und ermöglicht so dessen Entfernung. Aber auch bei der Beseitigung abgebrochener Instrumente ist das Dentale Mikroskop unverzichtbar.

WURZELKKANALANZAHL

Frontzähne weisen einen Kanal, vordere Backenzähne bis zu zwei und die hinteren Backenzähne im Normalfall drei auf. Aber gerade im hinteren Bereich finden sich manchmal bis zu fünf Kanäle, die sich tief ins Zahninnere zurückziehen. Dadurch sind diese extrem schwer aufzufinden. Das dentale Mikroskop ermöglicht durch die Vergrößerung das Auffinden nahezu unsichtbarer und nicht vermuteter Kanäle.


Gern informieren wir Sie über die Arbeitsweise unseres Mikroskops. Sprechen Sie uns an!